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Archiv des Autors: Don Parakay

Über Don Parakay

Ich lebe seit 2008 mit meiner Familie in Paraguay auf einer kleinen Farm. Jetzt kann ich alles machen, was ich schon immer wollte. Also bin ich Bauer, Autor, Blogschreiber und "Lecker-Bierchen-Trinker".

Ein Sonntag in Caacupe


Der gestrige Sonntag stand im Zeichen der Basilika von Caacupe.

Es war eine Menge los auf den Straßen von Caacupe, wobei ich nicht weiß, ob das immer so ist, ob es am Karnevalswochenende lag oder daran dass einfach nur Sonntag war.

Vor der Basilika war ein Flohmarkt aufgebaut, welcher der eigentliche Grund für unseren Besuch in Caacupe war.
Mit dieser Idee waren wir anscheinend nicht alleine, denn wir trafen viele Bekannte und schnell saß eine lustige, deutschsprachige Runde am Tisch zusammen.

Um 12.00Uhr wurden dann die Stände abgebaut und die Leckerbierchenkühlbox abtransportiert. Da ich aber noch ein bisschen Durst hatte, fuhr Helmut mit mir noch in die Pizzeria und Restaurante von Albert. Auch hier wurde deutsch gesprochen und der Kühlschrank von Albert hatte noch jede Menge Kaltgetränke. So verging der Nachmittag, in netter Gesellschaft wie im Fluge und erst kurz vorm Dunkelwerden machten wir uns wieder auf den Heimweg. Und da der Heimweg lang ist, legten wir noch ein kurzes Päuschen, auf ein Absackerletztesleckerbierchen, in Piribebuy, auf der Topachiranch ein.
Es war ein gelungener Sonntagsausflug und heute machen wir dafür gaaaaanz langsam.

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Verfasst von - Februar 9, 2015 in Ausflüge, Caacupe

 

"F… Y.. TIGO"


Ich weiß nicht wie viel Nerven, Geduld und vor allem Zeit uns dieses kleine Ding gekostete hat.

Fünf Jahre lang war TIGO der einzige Internetanbieter, von dem wir auf unserer kleinen Farm ein Signal empfingen. Dabei verschlechterte sich dieses im laufe der Jahre von „ausreichend“ bis letztendlich „Null“. Auf Anfrage bei TIGO bekamen wir stets die gleiche blöde Antwort. „Das muss wohl am Signal liegen.“
Immer wieder versuchten wir ein Signal anderer Anbieter zu erhaschen und tatsächlich, jetzt ist es da. „PERSONAL“ schickt uns seit zwei Wochen ein tolles Internet und so können wir endlich „TIGO“ den Mittelfinger zeigen. Oder wie würde mein Freund Hermann sagen: „Arsch lecken, rasieren.“
Ps: Bei „wie viel“ stolpert man mal wieder über die neue Rechtschreibung. Neu wird wie viel auseinander  geschrieben hingegen wievielmal zusammengeschrieben wird. Wer hat sich das bloß alles einfallen lassen?

 
 

Was die Papaya so alles kann


Bei uns gehört sie mit zum Frühstück wie das 7 Minuten Ei – Die Papaya.

Wie das goldgelbe Ei, natürlich auch vom eigenen Gehöft, frisch auf den Tisch. Und was machen wir mit den Kernen? Auch diese finden ihre Verwendung und werden vorerst in der Sonne getrocknet.

Danach werden sie wie Pfeffer gemahlen und schon haben wir ein natürliches Entwurmungsmittel, garantiert ohne chemische Zusätze. Bei Tieren dauert die Wurmkur fünf Tage, wobei  die gemahlenen Papayasamen einfach unters Futter gemischt werden. Der Mensch braucht sie nicht unters Futter mischen, sondern kann sie gleich so zerkauen. Die Dosierung ist natürlich abhängig von der Größe des Individiums. Bei einem Menschen zum Beispiel reichen fünf Kerne pro Tag. Na denn viel Spaß beim Nachgooglen.

 
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Verfasst von - Februar 2, 2015 in Pflanzen

 

Frischfleisch zum Wochenende


Es ist Freitag Morgen 6.00Uhr und weißer Qualm steigt in den Himmel. Nein, es ist kein neuer Papst gewählt worden, sondern es laufen die Vorbereitungen zum Schlachten.

Das Feuer geht den ganzen Tag auch nicht aus, denn es wird gekocht, gebrutzelt und am Ende gegrillt. Unser gestriges Schwein brachte uns 15kg Wurst, 70kg Fleisch, 13kg Schmalz und 15kg Hundefutter.

So ein Schlachtetag ist lang und anstrengend. Um 7.00Uhr fällt der Schuss und gegen 9.00Uhr ist das Schwein zerlegt und kann verarbeitet werden. Während Helmut sich um Leberwurst, Salami, Hackepeter und Co. kümmert, habe ich die ehrenvolle Aufgabe die Därme zu waschen und die Innereien zu schmackhaftem Hundefutter zu verwandeln.. Wenn das erledigt ist, darf ich dann das Fett von der Haut trennen, die Haut danach zum trocknen aufhängen und das Fett zu Schmalz verarbeiten.
Feierabend war gestern gegen 19.00Uhr. Jetzt sind die Kühlschränke wieder voll und ihr glaubt gar nicht, wie lecker das lecker Bierchen Bierchen nach solch einem Tag geschmeckt hat.

 
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Verfasst von - Januar 31, 2015 in schlachten, Schweinezucht

 

Kommt Zeit kommt kalt


Wir haben die Uhren, die Paraguayer haben die Zeit. Dass dies hier voll zutrifft, weiß in der Zwischenzeit wohl jeder. Und doch, obwohl wir uns längst an das rasante, paraguayische Tempo gewöhnt haben, werden wir immer wieder aufs Neue von der unvorstellbaren Dehnbarkeit der Zeit überrascht.
Eine kleine Dichtung im Kühlsysthem unserer Klimaanlage war ermüdet und musste ausgetauscht werden. Ein Werkstatttermin war gemacht und typisch deutsch, pünktlich um 8.00Uhr, stand unser Auto vor den Toren der Werkstatt. Der Klimaexperte war zwar noch nicht da, aber der Werkstattmeister nahm die Schlüssel entgegen und sagte, dass wir um 10.00Uhr unser Auto wieder abholen können. Zeit für ein ausgiebiges Frühstück im Dorf.
Punkt 10.0000Uhr war ich dann wieder in der Werkstatt und unser Auto hatte auch schon einen neuen Standort. Der Werkstattmeister sagte mir, dass es gleich fertig sei und so suchte ich mir ein schattiges Plätzchen auf der hölzernen Werkstattbank. Als ich da so saß, gingen mir noch einmal seine Worte durch den Kopf. „Unser Auto sei gleich fertig.“ Oh Schitt, er verwendete das Wörtchen „gleich“, was soviel bedeuten kann wie: in 5 Minuten oder aber auch in 5 Stunden oder gar in 5 Tagen. Meine Gedanken wurden unterbrochen, denn mit lautem knattern rollte der Klimaanlageninstandsetzungsmechaniker auf den Werkstatthof.
Bevor er sich nun an die komplizierte Aufgabe der defekten Dichtung machte, musste erst einmal Eis beschafft werden, um den Tererenapf zu befüllen. Und da die Eisbeschaffung eine Aufgabe der unteren Gehaltsstufe ist, hatte der Kühlmeister auch einen Gehilfen mit im Schlepp. Dieser erkannte sofort seinen Auftrag und machte sich auf die Suche nach gefrorenem Wasser.
Ich dachte mir, wenn er mit diesem Tempo das Eis ran schafft, ist es geschmolzen, bevor es im Thermo gelandet ist. Doch irgendwie kam das Wasser gefroren an seinen Bestimmungsort.
Die anschließende Tererepause dauert auch nur zwanzig Minuten und nun stürzte sich der Kaltluftspezialist an die Arbeit.
Ein kurzer Blick an die undichte Stelle und dann bemerkte er, dass der Werkstattboden doch sehr hart sei und verlangte nach einer Decke. Sein Gehilfe spurtete sofort los. Zeit für den Frosti die neuesten Meldungen auf seinem Telefon zu lesen. Oder besser gesagt, Smartphone. Oh man, wer hat diese Dinger bloß erfunden. Überall sieht man die Leute auf ihren Bildschirmen rumwischen. Ich habe inzwischen sogar ein neues Fitnessprogramm in der Fußgängerzone für mich entwickelt. Smartphonern ausweichen oder besser noch, Smartphoner umrennen.
Nach 5 Minuten kommt dann auch schon die Kuscheldecke und der Meister verschwindet zur Hälfte unter dem Auto. Sein Wischphone liegt sichtbar neben ihm. Doch nicht lange, denn schon nach 30 Sekunden macht dieses Geräusche und der Kältefritze angelt es sich unters Auto. Jetzt macht er es sich richtig bequem auf seiner Decke und widmet seine ganze Aufmerksamkeit what`s up, facebook und Co. Und dann, einen kurzen Moment der Ruhephase seines Meisters nutzt der Gehilfe zur Frage, ob er irgendetwas brauche. Der Klimaexperte schaut seinen Honk verdutzt an und verlangt dann nach einem 8-ter Ringschlüssel. Schon nach 5 Minuten schiebt der Helfer diesen, seinem Chef in die nutzlos herumliegende Hand.
Inzwischen ist eine Stunde vergangen, und tatsächlich ist die neue Dichtung eingebaut und alles wieder zusammenmontiert. Ich bin nun kein Experte, aber ich denke schlecht gerechnet würden dafür maximal 5 Minuten erforderlich sein. Aber egal, der Aircondizioner rutscht wieder unter dem Auto hervor, was sich als nicht so einfach herausstellt, da er ja dafür nur eine Hand frei hat. Die andere Hand ist ja schließlich mit seinem Handy verschmolzen.
Und dann eine verdiente, kurze, zwanzigmenütige Tererepause. Das Eis im Thermo ist inzwischen geschmolzen und es muss neues besorgt werden. Der Gehilfe hat wirklich alle Hände voll zu tun und ich glaube auch einen Schweißtropfen an seiner Stirn erkannt zu haben.
Mein Po hat inzwischen die Strukturen der harten Holzbank angenommen und nach 1,5 Stunden wird unsere Klimaanlage dann auch schon neu befüllt. Das dauert eine Weile, was dem Klimaanlagenspezialisten Zeit gibt, endlich mal wieder auf sein Smartphone zu schauen und das neueste aus aller Welt zu erfahren.

Und dann ist es geschafft. Gerade mal 2,5 Stunde dauerte die komplette Reparatur, wobei ich mal die zwei Stunde am Morgen vernachlässige und nicht in Betracht ziehe. Ein kurzer Test und auch mit der Funktion bin ich zufrieden. Die Rechnung beläuft sich auf 120.000Gs, was meines Erachtens voll in Ordnung geht, da das Klimaanlagengas nicht gerade billig ist. Kurz vor 13.00Uhr verlasse ich das Werkstattgelände mit funktionierender Klimaanlage. Und so ist das Auto kalt und wahrscheinlich auch das Mittagessen.

 

Aus dem Beutel gefallen


Da ist man mal zwei Wochen nicht zu Hause und schon sitzt wieder ein neuer Mietnomade auf unserer Farm. Die Freundin von Paul fand ihn oder sie auf der Wiese und peppelte es die letzten fünf Tage auf. Jetzt hat es seine Augen geöffnet, aber wir können noch nicht genau sehen, ob es ein er oder eine sie ist.

Ein kleines Opossumbaby erwartet nun seine täglichen Fütterungen. Ziegenmilch ist da der ideale Muttermilchersatz und das Würstchen entwickelt sich prächtig. Bei den Paraguayern sind Opossums nicht gerne gesehen, denn angeblich stehlen sie Eier und holen sich auch schon mal ein Küken aus dem Stall. Wir werden trotzdem alles geben, damit sich der oder die Kleine voll entwickeln kann. Denn ein eigenes Opossum hat auch einen entscheidenden Vorteil. Es lässt kein anderes Opossum in sein Revier und so sind unsere Eier und Küken opossumsicher. Vorausgesetzt, wir können dem Kleinen beibringen nicht in unseren Ställen zu wildern. Ich werde euch natürlich auf dem Laufenden halten.

 
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Verfasst von - Januar 19, 2015 in Tiere, unsere kleine Farm

 

Kuba kann man, muss man aber nicht


So, der Urlaub ist geschafft und wir sind wieder zurück von der Insel auf unserer kleinen Farm.

Und wie wars? Naja, kann ich da nur sagen. Kuba ist ein Land, das rostet und an allen Ecken bröckelt. Es befindet sich im Umbruch und das ist deutlich zu merken.
Wir sind froh, wieder zu Hause zu sein und können jetzt mit voller Kraft ins Farmjahr 2015 starten.

 
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Verfasst von - Januar 18, 2015 in Kuba, urlaub

 

Silvester in der Karibik


Auf den Tag genau vor 25 Jahren, setzten Helmut und ich uns in den Flieger und flogen, vorerst zum letzten Mal, ins sozialistische Ausland. Es war unsere Hochzeitsreise und unser Ziel war Sotschi am Schwarze Meer.
Heute, oder besser gesagt morgen früh um 2.00 Uhr, ist es wieder soweit. Es sind wieder Palmen, Strand und Meer und es ist wieder der Sozialismus, den wir ansteuern.
Euch allen wünschen wir einen tollen Rutsch ins neue Jahr, einen anständigen Neujahrskater und ein fantastisches 2015.
In diesem Sinne melden wir uns für 15 Tage ab und sind dann ab Silvester auf Kuba anzutreffen.

 
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Verfasst von - Dezember 30, 2014 in Silvester, urlaub

 

Bastelideen von der Farm


Weihnachten ist geschafft und wir können uns langsam auf den Jahreswechsel vorbereiten. Und damit uns die Zeit zwischen den Feiertagen nicht lang wird, beschäftigen wir uns mit Diesem und Jenem. Zum Beispiel muss der Weihnachtsmüll irgendwie entsorgt werden.

Also warum daraus nichts basteln? Batselstube aufgebaut und losgebastelt.

Dabei sind der Fanatasie natürlich keine Grenzen gesetzt und es entsteht eine „tolle“ Weihnachtsdeko für das kommende Jahr.

Na gut, ein Blechgecko ist nicht unbedingt weihnachtlich, aber der Tannenbaum auf alle Fälle.

Und mein absoluter Favorit: der Polarstern.

So, und nun Schere und Dose gesucht und losgebastelt.

 
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Verfasst von - Dezember 28, 2014 in Alltag, basteln, Weihnachten

 

Farmiges Weihnachten


Eigentlich ist es ein Tag wie jeder andere. Um 5.45 Uhr geht die Sonne auf und wir trinken eine heiße Tasse Kaffee, während die Hunde ihren morgendlichen Snack genießen. Danach werden die Ziegen gemolken, die Schweine gefüttert und die Geflügelställe geöffnet. Die Pferde und Kühe werden auf die Weide gelassen und der Esel bekommt seine Streicheleinheit. Um 8.00 Uhr Frühstück. Und da fällt mein Blick auf einen großen Teller, gefüllt mit Weihnachtsgebäck. Ah, na klar, heute ist Heilig Abend.
Ich glaube, den Tieren ist das schnurz piepe. Doch für uns Menschen ist es ein besonderer Tag und eine besondere Zeit. Wir nehmen uns Zeit für unsere Lieben, futtern bis die Hose nicht mehr zu geht, beschenken uns mit Nützlichem und Sinnlosem, denken an die Armen dieser Welt und schicken Weihnachtsgrüße an Freunde, die wir schon Jahre lang nicht mehr gesehen haben.
Auf unserer kleinen Farm ist heute auch Weihnachten – jedenfalls für uns Menschen. Unsere tierischen Mitbewohner dagegen leben in diesen Tag, wie in jeden anderen auch. Außer, ja außer sie gehören zu Weihnachten dazu.

Für diese kleinen, kuscheligen Knäuel wird es wohl kein zweites Menschenweihnachten geben. Und doch watscheln sie in jeden Tag, als wäre Weihnachten.
Wir wünschen euch allen ein Weihnachten nach euren Vorstellungen, eine besinnliche Zeit, viel Spaß mit eurer Familie und den Freunden und vor allem eine friedliche Zeit jetzt und immer.
 
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Verfasst von - Dezember 24, 2014 in Weihnachten

 
 
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