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Archiv für den Monat Mai 2014

Hola Europa


Das ist ja der Wahnsinn! Ich sitze hier in 12000m Höhe im Flugzeug und habe Internet. Herzlich Willkommen in der modernen Welt, kann ich da nur sagen. In einer Stunde landen wir in Berlin wie geplant. Obwohl wir fast unseren Flieger verpasst haben.
Barcelona war ein toller Zwischenstop, auch wenn uns ein Koffer abhanden gekommen ist. Ich denke mal in Buenos Aires gab es gestern eine kleine Party in der Kofferabfertigung, denn ausgerechnet der Koffer mit unseren Mitbringseln kam nicht in Barcelona. an. Das heißt 2 Liter paraguayischer Rum und zwei Stangen Zigaretten landen nicht an ihrem eigentlichen Bestimmungsort. Und meine komplette Garderobe fehlt auch.
Aber egal, vielleicht taucht der Koffer ja noch wieder auf.
Für die gestrige Nacht hatten wir uns ein schnuckeliges Hotel in Flughafennähe gebucht. Am Abend wollten wir uns dann ein bisschen im Zentrum von Barcelona umschauen und irgendwie sind wir dann in einer gemütlichen Bar hängen geblieben.
Wann wir im Hotel waren wissen wir nicht so richtig, aber Helmut schreckte dann heute Morgen um 6.50Uhr hoch. Das wurde auch Zeit, denn unser Flieger wollte um 8.20Uhr starten und ich glaube der wär auch ohne uns geflogen. Das Taxi war schnell da und pünktlich zum letzten Aufruf  waren wir dann auch schon am Check-In.
So, in einer Stunde gibts Döner und ich freu mich.

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Verfasst von - Mai 28, 2014 in Besuch in Deutschland, urlaub

 

Buenos Aires in 11 Stunden


Um 12.30Uhr heute Mittag landeten wir in Buenos Aires. Es war der ruhigste Flug den ich bis heute erlebt habe(soweit ich mich erinnern kann). Kein Lufthuckel, keine Luftlöcher und nicht die geringsten Vibrationen. Eigentlich dachte ich, dass das Klatschen am Ende des Fluges der Vergangenheit angehöre, doch die Flugbegleiterin bat nach der Landung um einen großen Applaus. Grund war nicht, wie jetzt wahrscheinlich jeder vermutet, der ruhige Flug, sondern der Flugkapitän flog heute seinen ersten kompletten Flug allein. Hut ab und Respekt dachte ich mir und klatschte einfach mal mit.
Und dann hatten wir Zeit. Genauer gesagt 11 Stunden bis unser Weiterflug nach Barcelona abhebt. Wir setzten uns in den Bus und fuhren zum „Puerto Madero“. Das ist eine alte Hafenanlage, welche heute nur noch einen Jachtclub beherbergt. An dem alten Hafenbecken kann man wunderbar schlendern und für den Hunger oder Durst gibt es jede Menge Restaurants.
Die nahe gelegene Altstadt ist architektonisch sehr reizvoll. Alte, ehrwürdige Gebäude wechseln sich mit modernen, verglasten Wolkenkratzer ab und doch wirkt das ganze unwahrscheinlich harmonisch. Ein lecker Bierchen in einer gemütlichen Bar und ein Abendessen am alten Hafenbecken. Und dann war es auch schon an der Zeit, dass wir wieder zum Flughafen fahren mussten.

Jetzt sitzen wir hier und warten auf unseren Abflug und das ganz ohne lecker Bierchen. Denn bei einem Preis von umgerechnet 7 Euro für den halben Liter Büchsenbier hört der Spaß wirklich auf.
Morgen ist dann Barcelona an der Reihe und ich bin jetzt erst mal noch ein bisschen fasziniert, wie schnell doch das Internet sein kann.

 
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Verfasst von - Mai 27, 2014 in Argentinien, urlaub

 

Hilfe, der Winter steht vor der Tür


11°C, Regen und dicke Wolken, der Winter rückt immer näher.

Es ist Zeit die Flucht zu ergreifen und den Sommer zu suchen. Und wo ist er gerade zu finden? Im guten alten Deutschland. Also nix wie hin. In den nächsten drei Tagen sind wir unterwegs. Drei Tage – drei Städte. Morgen Buenos Aires, Dienstag Barcelona und am Mittwoch Berlin, so sieht die Planung aus. Unser letzter Besuch in Deutschland ist nun schon drei Jahre her und es wird mal wieder Zeit für frischen Spargel und knackige Kirschen.
Ich hoffe nur, dass der Regen bald nachlässt. Denn wenn nicht, warten morgen Früh aufgeweichte und schlammige Wege auf uns und da unser Allrad nicht funktioniert, könnte es gleich zu Beginn unserer Reise spannend werden.

 
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Verfasst von - Mai 25, 2014 in Besuch in Deutschland

 

Wenn die Füße anfangen zu leuchten


Es war noch dunkel gestern Morgen, als ich die Hunde fütterte und ich merkte, irgendwie war dieser Morgen anders. Nicht nur, dass wir keinen Strom hatten, denn dieser stellte seinen Lieferservice am Vorabend vorübergehend ein und hatte ihn auch noch nicht wieder aufgenommen, sondern es fiel mir auf, dass eine gewisse Spannung in der Luft lag. Das taufeuchte Gras war hoch genug, um sich über den Rand meiner Gummischlappen zu beugen und zwickte, in einer mir ungewohnt agressiven Weise an meinen Zehenspitzen. Auch die Hunde tanzten beim fressen nervös hin und her.
Es wurde langsam hell und dann sah ich die Ursache für die morgendliche, spannungsgeladene Unruhe auf der Farm.

Da hatte sich wohl am Vorabend jemand gegen einen Strommasten gelehnt und für solch außergewöhnlich hohen Belastungen sind diese nun wirklich nicht ausgelegt. So nahm der Dominoeffekt seinen Lauf und ein umgekippter Strommast riss weiter 11 Masten mit in die Waagerechte, bevor das Stromkabel nicht mehr mitspielte und sich dazu entschied, den Boden mit Energie zu versorgen. Klarer Fall für die Stromgesellschaft ANDE, die sich dem Problem auch sofort annahm und ca.30min nach meinem Anruf anrückte. Nun wurden natürlich keine neuen Strommasten gesetzt, sondern die alten waren ja nur an einer Stelle zu kurz und so kamen diese kurzer Hand andersherum wieder in die Erde. Bis zum Mittag war der Schaden behoben und alle Masten standen wieder. Zwar einen Meter kürzer, aber bevor der Pudel meiner Pudelmütze am Stromkabel streift, können diese noch grob geschätzt zwei Mal verwendet werden. Der Strom ist also wieder da und für mich hat sich einmal mehr bestätigt, dass Gummischlappen in Paraguay eine der sichersten Beschuhung ist. Gar nicht auszudenken, wie meine Fußsohlen gekribbelt hätten, wenn ich barfuß durchs Gras gelaufen wäre.

 
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Verfasst von - Mai 24, 2014 in Alltag, Strom

 

Zeit für Grosellamarmelade


Eigentlich heißt Grosella übersetzt Johannisbeere. Doch in Paraguay ist alles anders und so nennt man hier die Roselle eben Grosella. Hört sich ja auch fast gleich an und ich nehme an, so nahm dann auch die Namensgebung in Paraguay ihren Lauf. Und so sieht er aus – der Rosellestrauch.

Übrigens sagen nicht nur die Paraguayer dazu Grosella, sondern auch die Argentinier nennen die Pflanze, welche eigentlich eine Hibiscusart ist und zu den Malvengewächsen gehört, Grosella. Wenn man sich die Blüte betrachtet erkennt man auch sofort die Ähnlichkeit zur Hibiscusblüte.

Die Blüte wird von tiefroten Kelchblättern umgeben, die sich dann bis zur Samenreife zu lecker schmeckenden, fleischigen Blättern entwickeln.

Im Dezember kommen die Samen in die Erde und jetzt im Mai und Juni kann geerntet werden. In Deutschland kennt man den Geschmack vorwiegend von Fruchtsäften oder Tee. Wir machen aus den leckeren Blättern die beste Marmelade der Welt. Die Marmelade ist geschmacklich zwischen Erdbeer- und Sauerkirschmarmelade einzuordnen.
Auch in Deutschland kann man die Roselle anpflanzen. Dabei ist zu beachten, dass die Pflanze ca. ein halbes Jahr zum Wachstum braucht und so sollte man die Pflanzen in der Wohnung, dem Frühbeet oder im Gewächshaus vorziehen, bevor man sie später ins Freie pflanzt. Kirschbier gibt es ja nun schon und ich bin gespannt, wann das erste Roselleleckerbierchen am Zapfhahn sprudelt, wobei es mir völlig wurschtis, ob dieses lecker Bierchen nun Roselleleckerbierchen oder Grosellaleckerbierchen heißt.

 
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Verfasst von - Mai 20, 2014 in Pflanzen

 

"Wolln wa ma nach Panama? Ich bin dann mal weg, kann ja jeder."


Seit dem 18.Januar ist nun mein erstes Buch auf dem Markt. Und wie läuft es? Ich kann es noch nicht genau sagen, denn die erste Abrechnung vom Verlag lässt noch auf sich warten. Ich kann natürlich eine grobe Schätzung abgeben, welche sich auf 500 verkaufte Exemplare beläuft, doch bis Ende Mai darf ich weiter gespannt sein, denn dann sollte die erste Abrechnung da sein.
In der Zwischenzeit war ich natürlich nicht untätig und halte hier das Manuskript meines zweiten Buches(Titel in der Überschrift) in der Hand.

In diesem Buch geht es um unsere abenteuerliche Reise quer durch Panama nach Costa Rica. Und das war nicht nur einfach eine Urlaubsreise, sondern mit Helmut verreisen bedeutet immer, dass kein Extrem, ob nun positiv oder negativ, ausgelassen wird und so auch dieser Urlaub an der Normalität komplett vorbei reiste.
Momentan stehen wir  noch in Verhandlungen mit den Verlagen, aber ich denke, bis Ende Juni, steht das Buch in den Regalen.
Und ich freue mich, denn nach den ersten beiden Bücher, welche die Pflicht darstellten, kann ich mich nun ans Werk machen und die Kür in Angriff nehmen. „Mein Leben ist eine Baustelle“ soll bis Ende des Jahres fertig sein und wird die Wahrheit über uns Bauarbeiter gnadenlos und ohne Rücksicht auf Verluste, ans Licht bringen.

 
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Verfasst von - Mai 14, 2014 in mein zweites Buch, Panama

 

Wie viel wiegt ein Schwein nach einem Jahr?


Wenn man das schlaue Internet fragt, wie viel ein Schwein nach einem Jahr wiegt, bekommt man die unterschiedlichsten Antworten. Da ist von 100kg, schon nach einem halben Jahr die Rede, oder 120kg nach 200 Tagen.
Wir haben vor 20 Tagen auch eine einjährige Sau geschlachtet. Diese hatte ein Lebendgewicht von knapp 40kg. Nach Abzug von Kopf, Haut und Innereien blieben uns am Ende 24kg Fleisch mit Knochen.
Gestern, also 20 Tage später, haben wir wieder ein Schwein geschlachtet, welches aus dem gleichen Wurf war, wie das vor 20 Tagen. Auch hatte die beiden Sauen vor 20 Tagen die gleiche Größe.

Wir haben wieder alles gewogen. 57kg Lebendgewicht brachte die Sau nun auf die Waage und am Ende blieben uns 34kg Fleisch mit Knochen. In 20 Tagen also 10kg mehr. Wir haben keine Rasseschweine, sondern bei uns auf der Farm grunzt das gemeine paraguayische Hausschwein und nach meinen Erfahrungen setzen die hiesigen Schweine erst mit einem Jahr zum Endspurt in Sachen Wachstum an und erreichen dann mit 1,5 Jahren die 100kg Grenze.

 
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Verfasst von - Mai 11, 2014 in Schweinezucht

 

Herbstzeit ist Gartenzeit


Der April beschehrte uns einen schönen Herbst. Es regnete zwar einige Male, doch es gab auch schöne Tage mit viel Sonne und angenehmen Temperaturen. Auch der Mai schließt sich diesem Wetter an, welches ideal für den Gemüsegarten ist und bei uns ist schon einiges am sprießen. Gurken, Tomaten, Zwiebeln, Weißkohl oder Kohlrabi.

Bis jetzt wächst und gedeiht alles nach Plan. Doch man muss aufpassen. Der Winter steht vor der Tür und auch dieses Jahr wird es bestimmt wieder ein paar frostige Morgende geben. Wir haben aber vorgesorgt und eine moderne Fußbodenheizung eingebaut. Wenn die Beete umgegraben werden, kommt unter jeden Spatenstich eine Schippe frische Kuhkacke. Darauf wieder Erde und dann ganz normal weiter gärtnern. Nun wird die Kuhkacke noch keine Nährstoffe für die Pflanzensprößlinge abgeben, aber diese werden unterirdisch für die nächste Gartensaison produziert und dabei wird Wärme abgegeben. Diese Wärme reicht nach meinen bisherigen Erfahrungen aus, um den Boden und damit die Pflanzen frostfrei zu halten. Und im nächsten Jahr, ist die Kuhkacke zersetzt und der Boden hält wieder genug Nährstoffe für die nächsten Pflänzchen bereit.

Das Bild ist jetzt nicht dazwischen gerutscht.
Wenn man das junge Gemüse vor dem Frost geschützt hat, kann es zwar nicht mehr erfrieren, aber die kleinen Krabbeltieren finden es trotzdem noch lecker. Die schlimmsten Vertreter sind, bei uns im Garten, die kleinen schwarzen Ameisen, welche erst die Blätter abknipsen und dann wegschleppen. Unser Gemüsegarten ist BIO und sollte BIO bleiben. Also wie verjagt man die bösen Ameisen ohne die Chemiekeule? Und jetzt komme ich zurück auf das letzte Foto. Natron heißt das Zaubermittelchen oder in Paraguay eben Bicarbonato. Einfach ein bisschen an die Eingänge der Ameisenhäufchen streuen und am nächsten Tag sind die Ameisenstrassen ameisenleer.
Ich übernehme dafür natürlich keine Gewähr, doch wem dieser Tip ein lecker Bierchen wert ist, das würde ich dann schon übernehmen.

 
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Verfasst von - Mai 7, 2014 in Garten, Gemüseanbau

 
 
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