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Archiv für den Monat Juli 2010

und noch ne Kuh


Das Gras wächst kaum nach und die Wiesen sind kurz gefressen. Es ist Winter in Paraguay und Futter für die lieben Rindviecher wird knapp. Zuckerrohr und Kamerungras ist ein geeignetes Zufutter. Trockenkraftfutter(50 kg ca.50.000 Gs) ist ebenfalls eine Alternative zum abmagern aber kostet einige Guaranies.
Hat man kein Futter mehr, muss man verkaufen und durch das Überangebot an Fleisch, sinken die Fleischpreise im Winter und man kann günstiger Vieh kaufen, als im Sommer. Wir haben noch gute Futterreserven und seit gestern wieder Zuwachs im Stall.7 Monate ist unser neues Kalb und kostete mich 600.000 Gs. In 17 Monaten soll daraus eine kräftige Kuh werden und für Nachwuchs auf unserer kleinen Farm sorgen.

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Morgens halb zehn in Paraguay


Gegen acht Uhr starteten wir aus Aregua, in Richtung unsere kleine Farm. Auf dem Weg dorthin wollten wir einen kurzen Abstecher zur „Granja Don Ernesto“ machen und zwei junge Enten mitnehmen. Das Wetter war schön und lud zum, in der Sonne sitzen ein und die Einladung zu einem lecker Bierchen und einem Gläschen Wein konnten wir nicht ausschlagen.Es kam so wie es kommen musste, wir quasselten uns fest und auf einmal war es Abend.An solchen Tagen, sagt man gerne, wir leben in Paraguay und die Tage muss man nehmen, wie sie kommen.
Gegen acht Uhr sind wir dann doch noch auf unserer kleinen Farm angekommen und die zwei neuen Enten erforschen nun ihr neues zu Hause.Jetzt müssen sie sich noch mit unserem Erpel anfreunden und eine Familie gründen.

 

paraguayischer Schnellimbiss


Mc Donalds und Co. haben es auch schon bis nach Paraguay geschafft, doch der Paraguayer liebt sein Fleisch vom Grill bzw. von der Plancha. Ob Fleischspiess, gebratenes Würstchen oder ein Steak, das Angebot ist lecker und preiswert.
Maniok oder Brot ist immer inclusive und für zwei Fleischspiesse mit einer Coca Cola legt man selten mehr als 10.000Gs auf den Tresen. Und nach dem Essen, nicht die Zahnstocher vergessen.

 
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Verfasst von - Juli 27, 2010 in typisch Paraguay

 

Stopp beim Glasermeister


Jedes Dörfchen hat seinen eigenen Glaser und die kleinen Betriebe sind dicht gestreut in Paraguay. Wenn man dann ein kaputtes Fenster hat, ist der Weg dorthin nicht weit. Unser Küchenfenster hatte einen Sprung und bevor man einen Glaser kommen lässt, spart man Zeit, wenn man das Element ausbaut und es zum nächsten Glaser bringt. Oft kann man auf die neu eingesetzte Scheibe warten und gleich wieder mitnehmen. Unsere Reparatur kostete 27.000Gs.Abgerechnet wird nach qm wobei der Preis für einen Quadratmeter Glas, inclusive Montage bei ca.100.000Gs liegt.

 
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Verfasst von - Juli 26, 2010 in Alltag, Preise

 

das Wort zum Sonntag


Gestern Abend fröstelten wir noch, beim Karaokesingen auf der Expo, doch als ich heute morgen die Tür öffnete, schlug mir eine lang vermisste, tropische Wärmewelle entgegen. Draußen waren es mindestens 10 Grad mehr, als drinnen. Eine angenehme Überraschung am Morgen. Damit hatten wir heute deutlich besseres Wetter, als die Daheimgebliebenen in Deutschland. Allerdings entdeckte ich bei meinem Morgenspaziergang im Garten, die Spuren der letzten kalten Tage.
Der Frost kam heimlich und keiner hat ihn so richtig bemerkt. Doch er hat deutliche Zeichen hinterlassen und die sehen so aus.

Eigentlich war für heute, den 24., unsere scheinheilige Glühweinnacht gedacht,aber dafür war es eindeutig zu warm. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Die grosse erste Kältewelle ist überstanden und die nächste Woche verspricht, ab Dienstag wieder sommerlich zu werden. Aber was machen wir jetzt mit den 10 Litern Rotwein, die für die Glühweinproduktion vorgesehen waren?
Na zum Glück, kann man ja auch Sangria daraus machen.
Gracias a Dios!
 
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Verfasst von - Juli 25, 2010 in nebenbei bemerkt, Wetter

 

Expo die Zweite


Stellt euch mal vor, die Winterferien in Deutschland sind zu Ende und die Kanzlerin beschliesst sie um eine Woche zu verlängern. Und dann stellt euch vor, die „Grüne Woche“ in Berlin ist zu Ende und man hängt noch eine Woche Messebetrieb hinten dran.
In Paraguay ist das kein Ding, denn nicht nur die Schulferien wurden um eine Woche verlängert, sondern auch die Expo 2010. Vom 10.Juli bis 25. Juli steht auf dieser lecker Bierchendose.Die Dosen werden wohl auch in der nächsten Woche weiter verkauft und werden wohl auch noch genauso schmecken.
Ich habe mir gestern meine beiden Frauen geschnappt und wir sind zum zweiten mal zur Expo nach Roque Alonso gefahren. Das Wetter war gut und die Temperaturen lagen nicht unter 15°C. Ideales Messewetter und im Gegensatz zu unserem Besuch vor 14 Tagen, waren alle Stände aufgebaut und die Messe war gut besucht.
Schaf, Pferd, Ziege und Rind sind immer wieder sehenswert und wir drehten ein paar Runden durch die Stallungen.
Neben Baustoffen, Fenstern und neuester Pooltechnik gibt es auch Blumen, Schmuck und Kunst auf der Messe zu sehen.
Momentan bewirtschaften wir unsere kleine Farm noch ohne grosse Landmaschinen, aber Probe sitzen kann man ja mal. Gegen Abend flog dann unsere Tarnung als harmlose Messebesucher auf, als wir Franka und Eggi trafen und wir zum gemütlichen Teil mit lecker Bierchen übergingen.Es war ein schöner Messetag der gegen Mitternacht zu Ende ging und dieses mal hielt mein Fotoapperat auch bis zum Ende durch. Übrigens werden die Fotos grösser beim raufklicken.Nebenbei bemerkt, alle diese hübschen Mädels haben noch keinen Freund, sagen sie jedenfalls.

 
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Verfasst von - Juli 24, 2010 in Alltag, freitag

 

Radieschen, Radieschen


Schittwetter veranlasste uns heute, einen Tag früher nach Aregua zu fahren als geplant. Mit im Gepäck waren frisch geerntete Radieschen, denn trotz Winter, wirft der Gemüsegarten immer etwas ab.Aber nicht nur das Gemüse hält keinen Winterschlaf, sondern auch unser Capataz ist wie immer fleissig und arbeitet mit Ochse und Pflug an unserer neuen Weidefläche.Hier war im letzten Winter noch undurchdringliches Buschwerk, welches nun den Ofen heizt und in drei Monaten, wird auch hier saftiges Gras wachsen.

 
 

Begegnung der anderen Art


Heute hatten wir das erste mal Schlangenalarm auf unserer kleinen Farm. Asta entdeckte dieses seltsame Reptil in der Nähe unseres Teiches. Es steckte bis zur Hälfte im Sand und das gefiel ihr gar nicht und ich wurde durch ihr agressives bellen aufmerksam.Ich war natürlich neugierig und wollte auch den Rest sehen und befreite das Ding von Sand und Lehm. Besonders hübsch war es nicht und es bekam auch gleich einen Namen von Helmut. Gekappte Schniedelschlange, nannte sie das Urzeitding, warum auch immer.Unsere Nachforschungen haben ergeben, dass es sich nicht um eine Schlange, sondern um eine Blindwühle handelt. Sie ist ungiftig und es gibt 175 verschiedene Arten in Südamerika. Um welche es sich bei diesem Exemplar handelt, konnten wir bisher nicht ermitteln.

 
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Verfasst von - Juli 21, 2010 in Natur, Tiere, unsere kleine Farm

 

Brennholz


Eine warme Hütte steht momentan hoch im Kurs und so ist Brennholz derzeit heiß begehrt. Die letzten kalten Tage liessen den Holzvorrat mächtig schrumpfen und Elso und ich, sorgten heute für Nachschub.Übrigens die Kuh im Vordergrund ist unsere Renate, welche hoch schwanger ist und unbedingt mit aufs Foto wollte.
Das Buschwerk wurde schon im letzte Frühjahr geschnitten und ist gut durchgetrocknet. Wir sägten es auf handliche Stücke und stapelten es ins Trockene.
Hat man keinen eigen Wald oder Baumabschnitt, kann man Brennholz natürlich auch kaufen. So eine Ladefläche voll, kostet ungefähr 50.000-60.000 GS.In Aregua, ging uns in der letzten Woche das Brennholz aus und auch wir mussten welches kaufen. Für ein Holzscheit, aus gutem Brennholz, zahlten wir in Luque 600 Gs.
Unser Holzvorrat dürfte für dieses Jahr reichen und so haben wir uns einen leckeren Glühwein, natürlich vorm glühenden Ofen, verdient.

 
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Verfasst von - Juli 20, 2010 in Alltag, Preise, unsere kleine Farm

 

Winterdienst in Paraguay


Auf dem heutigen Weg zu unserer Farm, wurden wir positiv überrascht. Unsere „Strasse“, welche in letzter Zeit, durch Busch und Baum, immer enger wurde, war frisch geschoben und wieder zweispurig befahrbar.Der Winterdienst hatte ganze Arbeit geleistet und wir waren das erste motorisierte Fahrzeug, welches die neue Strasse befahren durfte.Die schöne neue Strasse entpuppte sich aber als Falle für alle nicht allradgetriebenen Fahrzeuge, denn Schlaglöcher und Fahrspuren waren mit Schlamm gefüllt und konnten schnell ein Auto versinken lassen. Wir aber haben die Schlammschlacht gewonnen und freuen uns auf eine Woche Bauer sein.

 
 
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