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Archiv für den Monat September 2011

Selbstversorger in Paraguay


Eine kleine Farm und sich selbst versorgen – ein Traum für viele Menschen, aber was bedeutet das und wie weit kann man sich selbst versorgen.Selbstversorgung beginnt im eigenen Gemüsegarten und da zeigen sich dann hier schnell die ersten Schwierigkeiten, denn auch in Paraguay wächst nicht alles und schon gar nicht immer. Man muss viel experimentieren und braucht Geduld und Ausdauer, bevor man die ersten Früchte ernten kann.Was in Deutschland der Winter ist, ist hier der Sommer und die liebe Sonne lässt schnell mal den Traum vom frischen Gemüse vertrocknen und alles mögliche Getier, kann aus dem leckeren Blumenkohlauflauf einen Auflauf ohne Blumenkohl machen.Das Frühstücksei vom eigenen Huhn ist relativ einfach realisierbar, aber will man ein saftiges Steak vom eigenen Schwein, Rind oder Hammel, bedarf es schon etwas mehr Aufwand und soll dann noch die eigene Milch im Kühlschrank stehen, muss man auch noch melken können. Stichwort Kühlschrank, was ist eigentlich mit Strom?Voraussetzung für die Selbstversorgung ist ein Stückchen Land und dieses muss sinnvoll bewirtschaftet werden. Tägliches Tun und auch der eine oder andere Schweißtropfen liegen auf dem Weg zur Unabhängigkeit vom Supermarkt. Zurück zur Natur ist die Devise und der Geruch nach Kuhkacke gehört genauso dazu, wie der Komposthaufen oder die Sickergrube ohne Abwassergebühren.Seit drei Jahren haben wir nun unsere kleine Farm, doch von der Selbstversorgung sind wir noch ein ganzes Stück entfernt. Aber es geht voran und 7 Rinder, 30 Hühner, 4 Enten, 3 Gänsepärchen, Tilapia, verschiedenes Gemüse, Kartoffeln und Mais, sowie viele Obstbäume sorgen für ein, um Biokost ohne Lug und Betrug, erweiterten Speiseplan .Es gibt noch eine Menge zu tun und für uns beginnt der Tag auf der Farm mit Sonnenaufgang.

Das frühe Aufstehen lohnt sich bei diesem Anblick immer und die Selbstversorgung ist ein großes Ziel, bei dem lange Weile keine Chance hat.

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Verfasst von - September 30, 2011 in Alltag, Selbstversorgung

 

Farmmode für Jederman


Es interessiert keine S…, wie modisch man auf der Farm gekleidet ist.

Helmut sagt immer „Bauer Piepenbrink“ zu mir, ich weiß gar nicht warum.

 

Blattschneider und Co.


Innerhalb eines Tages fielen fast alle Blätter dieses Lapacho auf den Boden.

Grund dafür war nicht etwa ein plötzlicher Wintereinbruch, sondern die gefräßige Blattschneideameise hat zugeschlagen. Während ein Teil der Ameisen auf dem Baum die Blätter abbeißt, sammeln auf dem Boden die Träger diese ein und schleppen sie zu ihrem Bau.

Dabei entstehen in kürzester Zeit kleine Trampelpfade, die erkennen lassen, welche gewaltige Arbeit hier verrichtet wurde.

Nicht nur die Blattschneideameisen waren fleißig, sondern auch im Gemüsegarten wurde gewütet und Helmut`s ganzer Stolz, ihr Grünkohl, in wenigen Minuten vernichtet.

Schuld waren hier aber nicht irgendwelche Insekten, sondern unsere Ponedoraküken, die wohl ein kleines Schlupfloch im Gartenzaun entdeckt haben und denen der Grünkohl anscheinend auch ohne Pinkel geschmeckt hat.

Helmut ist aber noch guter Hoffnung, dass der Pinkel nicht einsam auf dem Teller liegen muss und hat die neue Grünkohlsaat bereits wieder in der Erde.

 
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Verfasst von - September 27, 2011 in Gemüseanbau, Tiere

 

Gänsenachwuchs auf der Farm


Pünktlich nach 28 Tagen, schlüpften gestern die ersten Gänseküken. Fünf Eier lagen im Nest, doch leider waren drei davon nicht befruchtet und so hat die Gänsemutti nur zwei kleine Gänslein zu beschützen.

Heute wurde das Nest das erste mal verlassen, die Gegend erkundschaftet und ein erstes Bad genommen.

Während eine Gans noch beim Eier legen ist, brütet eine andere schon seit 20 Tagen und in der nächsten Woche sollte sich auch dort der Nachwuchs einstellen. Ganz gespannt warten wir auch auf das erste Kalb in diesem Jahr, welches in den nächsten Tagen kommen soll.

Das Euter füllt sich seit ca.10 Tagen mit Milch und da wird das Kalb nicht mehr lange auf sich warten lassen.

 

in der Casa Vieja oder bei Eisenkarl


Da ist eine Kirche und viele, viele Bälle. Das wären sie schon, die Sehenswürdigkeiten von Quiindy. Wenn da nicht noch die „Casa Vieja“, wie sie bei den Quiindyenser genannt wird, wäre.Für Heimwerker und Bastler gibt es in Deutschland die großen Baumärkte. Wer in Paraguay so etwas sucht wird vergeblich umherreisen. Hier bekommt man alles zum bauen und heimwerken in der Ferreteria, welche mal gut,mal weniger gut bestückt ist. Große Regale, wo alles übersichtlich sortiert bereitgelegt ist, wird man nicht finden, sondern man erklärt dem Verkäufer was man braucht und der verschwindet dann im Lager und kommt, mit dem gewünschten Material oder Werkzeug wieder zurück. Ist dieses das Gesuchte Ding, hat man Glück, oder konnte einfach gut erklären, was man braucht. Ansonsten wird so lange gesucht und gezeigt, bis der Kunde zufrieden ist. Ein wirklich imposantes Exemplar einer Ferreteria findet man in Quiindy. Die „Casa Vieja“ liegt direkt an der Ruta 1 und ist von außen eigentlich nicht als Ferreteria zu erkennen. Ich machte große Augen, als ich das erste mal diesen Laden betrat.

An der Kasse sitzt der Chef mit dem Taschenrechner und hat für jedes Ding den Preis im Kopf. Drei Verkäufer bedienen die Kundschaft, wobei ich ein jahrelanges Studium dafür voraussetze, denn ohne Andeutung eines Zweifels, schwirren diese durch die Regale und zielen direkt auf die Kiste mit dem gewünschten Isolierband, Schraube oder Schlauchschelle und meistens liegen sie richtig. Der Verkaufsraum ist nicht alles, sondern ein riesiges Lager beherbergt neben Zement und Abwasserrohren auch Tontöpfe und Rasenmäher. Eigentlich bekommt man hier alles was das Heimwerkerherz begehrt. Doch heute stieß der paraguayische OBI an seine Grenzen, als ich nach Schleifpapier zum festkletten an einen Schwingschleifer fragte.Oder konnte ich es einfach nur nicht richtig erklären?

 
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Verfasst von - September 21, 2011 in Einkaufen, typisch Paraguay

 

paraguayisches Pausenbrot


Bei unserem Einkauf heute in Quiindy, machten wir unter anderem, einen kurzen Stop bei der Municipalidad.

Der Grund dafür, waren viele kleine hungrige Mägen.Die Grundschule in der Nähe unserer kleinen Farm bekommt jeden Monat eine Ladung Kekse, damit die ABC-Schützen nicht mit leerem Magen lernen müssen. Ein kleines Problem gibt es nur immer bei der Lieferung, da nur beschränkt oder gar keine Fahrzeuge für den Transport dorthin zur Verfügung stehen. Da liegt es nahe, dass man den Deutschen mit dem Auto fragt, ob er sie nicht mitbringen kann, wenn er wieder mal in der Stadt ist. Natürlich ist das keine Frage und so wurde unser Auto heute mit 70 Tüten Keksen vollgestopft.

Die Kekse sind kostenlos für die Kinder und werden von der Municipalidad gesponsort. Auch Milch gibt es kostenlos und jeden Monat bekommt die Schule 100 Liter H-Milch gestellt. So ist jeden Tag ein kleines Frühstück für die Kinder gesichert und sie können der Lehrerin zuhören, ohne vom knurrenden Magen abgelenkt zu werden.

 
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Verfasst von - September 19, 2011 in nebenbei bemerkt

 

Streifzug durch die Natur


Hier mal ein paar Bilder von unserem heutigen Sonntagsspaziergang in näherer Umgebung.

Trotz trüben Wetters immer ein Erlebnis.

 
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Verfasst von - September 18, 2011 in unsere kleine Farm

 

nette Sonntagvormittagsunterhaltung


Da werden Balladen doch mal interessant.der König Erl

 
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Verfasst von - September 18, 2011 in witzig

 

Wochenend und Sonn……neeee-Regen


In den vergangenen zwei Wochen konzentrierten wir unser Tun, auf die Bauarbeiten am Quincho und der Außenküche. Die Südseite wurde geschlossen, die Bodenplatte wurde gegossen und der Boden gefliest, wobei ich manchmal für zwei arbeiten musste.

Heute ist Samstag und Wochenende und damit wir kein schlechtes Gewissen beim Nichtstun haben, regnet es und wir gönnen uns einen Tag auf dem Sofa, bei ein paar Video`s.Der Regen war mehr als nötig und wir sind dem Wettergott nicht böse, zumal eine Kiste Wochenendleckerbierchen kalt gestellt ist und diese auch bei Regenwetter schmeckt.

 

auf Sex folgt Sechs


Gestern kam unserer Capataz ganz aufgeregt zu uns und fragte, ob wir seine Frau ins Krankenhaus fahren könnten. „Das Baby kommt.“Der Geburtstermin wurde von den paraguayischen Ärzten auf den Monat September geschätzt und daran wollte sich der kleine Wurm wohl auch halten. Gestern Abend um 19.00Uhr erblickte dann das kleine Mädchen das Licht der Welt. 2500g brachte sie auf die Waage und Mutter und Kind erfreuen sich bester Gesundheit. Heute Abend konnten die beiden das Krankenhaus auch schon wieder verlassen und wir hatten die Ehre sie abzuholen.

Nun heißt es erst mal ein paar Tage im Kreise der Familie ausruhen und sich verwöhnen lassen. Die fünf Geschwister freuen sich über das neue Schwesterlein auch wenn sie nun noch ein wenig zusammenrücken müssen.Wir freuen uns mit ihnen und morgen wird dann gleich erst mal eine Geburtstagstorte gebacken.Ach so, fast vergessen. Einen Namen hat die Kleine noch nicht, aber ich denke, der Familienrat wird heute Abend einen finden.

 
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Verfasst von - September 17, 2011 in Alltag, nebenbei bemerkt

 
 
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