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Archiv für den Monat August 2011

Picknick im Wald


Wir müssen nicht weit fahren, um ein Picknick in freier Natur zu machen. Gestern packten wir unsere Kühlbox und suchten uns ein schönes Plätzchen bei uns im Wald. Begleitet wurden wir von unseren Hunden und der Ziege.

Eine kleine Felsformation diente als Grill und Kochstelle.

Es gab Rinderfilet am Spieß, Bratwurst auf Machete, Blumenkohl und Kartoffeln aus dem Feuer.

Dieses sind die Momente, die wir lieben und genießen und heute können wir fit und ausgeruht in die neue Woche starten.

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Stadt der Freundschaft


14km von unserer Farm entfernt, liegt die Stadt Quiindy – „die Stadt der Freundschaft“, obwohl die „Stadt der Bälle“ passender wäre. Eigentlich gibt es dort nichts besonderes zu entdecken, wenn da nicht die vielen Bälle wären.

In Abständen von zehn Metern findet man einen Balverkäufer neben dem anderen. Gestern gab es im Wochenblatt einen interessanten Artikel über Quiindy und seine Bälle. Also, wenn man in Paraguay einen Ball sucht, in Quiindy findet man bestimmt den richtigen.

 

nächster Bauabschnitt


Bevor ich im Badezimmer den Fußboden fliesen kann, müssen erst noch die Malerarbeiten abgeschlossen sein. Für mich bedeutet das Pause im Bad und damit keine lange Weile aufkommt, gab es heute den Startschuss für den nächsten Bauabschnitt.
Unsere Küche soll vergrößert werden und damit der Küchenbetrieb unbehindert weiter gehen kann, brauchen wir eine Ausweichküche.
Das Leben in Paraguay spielt sich zum größten Teil im Freien ab und gerade im Sommer ist es kein Vergnügen in der Küche am Herd zu stehen. Aus diesem Grunde richten wir uns eine Küche in unserem Quincho ein, wo in den warmen Monaten gekocht und gebrutzelt werden kann. Heute habe ich begonnen die südlichen Giebelwände zu schließen, zum Schutz vor dem kalten Südwind und um eine Stellfläche für Kühlschrank, Herd und Spüle zu bekommen.

Wenn die Wände geschlossen sind, fehlen noch die Installationen für Wasser und Strom, sowie der Fußboden und ein paar Holzarbeiten. In zwei Wochen wollen wir mit der Küche nach draußen ziehen, bevor dann im Haus wieder der Vorschlaghammer geschwungen wird.
Wer also denkt, auf der Farm gibt es nur lecker Bierchen und wir halten den ganzen Tag den Bauch in die Sonne, der irrt – jedenfalls ein bisschen.

 
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Verfasst von - August 25, 2011 in Umbau auf der Farm

 

richtig große Dinger


Heute kamen nun endlich im neuen Bad, die ersten Fliesen an die Wand. Gefliest wird nur die Dusche, Badewanne und der Boden. Ausgesucht haben wir uns eine Feinsteinzeugfliese im handlichen Format von 80cm/80cm und 60cm/60cm. Ein paar anfängliche Schwierigkeiten gab es beim Schneiden der Fliesen, da eine Fliese allein 17kg wiegt und nicht unbedingt locker und leicht in der Hand liegt.

Aber auch das funktionierte letztendlich und der Anfang ist gemacht.

Und hier noch die Übersetzung der gestrige SMS.
Das Wort Hello ist glaube ich klar- Hallo. Doch dann kommt mein Lieblingswort. Vielleicht sollte ich dazu sagen, dass das b in Paraguay oft als w gesprochen wird. Und das vereinfacht dann die ganze Angelegenheit. Wenn man nun dieses Wort „bikistia“ vor sich hin spricht, hört man mit viel Phantasie „wie geht es dir“ heraus. Der Rest ist dann nicht mehr ganz so schwer. ich-ich, ab-bin, matia-Matias, tu-du, piss-bist, poul-Paul, er-der deutscher-Deutsche. War doch gar nicht so schwer,oder?
Noch eine kleine Zugabe von heute gefällig? Das Wort „Kuttenmorgehn“ stand heute morgehn auf meinem Display.

 

deutsche Sprache-schwere Sprache


Es war ein grauer kalter Montag heute, und eine SMS war es, die die Schlechtwetterlaune verbesserte.  Geschickt hat sie uns ein Bekannter aus Aregua, dessen Oma eine Deutsche ist, die seit 55 Jahren in Paraguay lebt. Ihr Enkel ist jetzt 14 Jahre alt und hat von der Oma wohl ein paar deutsche Worte aufgeschnappt. Und das Ergebnis war dann diese SMS.
„Hello bikistia ich ab matia tu piss poul er deutscher“
So, nun versucht das mal ins Hochdeutsch zu übersetzen. Morgen gibt`s die Auflösung des Rätsels.

 
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Verfasst von - August 22, 2011 in witzig

 

Fliesentausch und argentinischer Zement


Wieder kamen die Bauarbeiten an unserem neuen Badezimmer ins stocken, denn beim öffnen der Fliesenpakete, stellten wir fest, dass uns der Lagerist beim Händler die falschen Fliesen auf den Wagen gepackt hat. Wir mussten also wieder nach Asuncion um die Platten umzutauschen. Unser Zementvorrat neigt sich auch dem Ende und so wollten wir den Fliesentausch, mit einem Abstecher nach Argentinien verbinden. Zur Zeit setzt der Zementpreis in Paraguay wieder einmal zu Höhenflügen an und 50kg Zement kosten momentan 75.000Gs. In Argentinien kostet ein Sack 45 Peso, was beim heutigen Umrechnungskurs um die 35.000Gs sind. 40 km von Asuncion entfernt, befindet sich die nächst größere Stadt Clorinda. Natürlich sind wir nicht die Einzigen, die Geld beim Zementkauf sparen wollen und so war es nicht verwunderlich, dass alle Baustoffhändler in Clorinda keinen Zement mehr auf Lager hatten. Da wir nun schon einmal die Grenze überquert hatten, entschlossen wir uns, noch 110km weiter nach Formosa zu fahren und dort unser Glück zu versuchen. Hier bekamen wir dann auch unseren Zement und ein saftiges, argentinisches Rumpsteak war die Reise alle male wert.
Auf dem Rückweg steckten wir dann, durch einen Verkehrsunfall und damit verbundenen Vollsperrung, in einem Stau fest und erreichten erst um 20.00Uhr die paraguayische Grenze. Unser Fliesenhändler hatte seine Tore schon geschlossen und wir entschlossen uns die Nacht über in Mariano Roque Alonso zu bleiben, wo sich auch der Händler befindet. Die „Pension Wiebe und Schmidt“ hatte für uns noch ein Zimmer frei und am Kaminfeuer, bei ein paar lecker Bierchen ging der Tag zu Ende, wobei ein dickes Dankeschön an Heidi und Uwe, für ihre Gastfreundschaft geht.
Am Samstag morgen konnten wir dann unsere Fliesen umtauschen. Der Händler befindet sich auf dem Weg von Roque Alonso in Richtung Limpio und hat, neben einem grossen Vorrat an polierten grossformatigen Feinsteinzeugfliesen, auch Badkeramik und Amaturen am Lager.

Voll gepackt bis zum Rand, ging es dann wieder auf die Farm, wo nun die Fliesenarbeiten im Bad beginnen können.
Der Winter ist auch noch einmal zu uns auf die Farm gekommen und das Thermometer zeigt heute Abend frostige 8°C an, Tendenz weiter fallend. Der Ofen ist angeheizt und ich freue mich heute Abend, auf einen leckeren Gänsebraten mit Kartoffeln und Rotkohl.

 
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Verfasst von - August 21, 2011 in Alltag, Einkaufen, Preise

 

Huhn oder Hund?


Momentan versorgen uns unsere Hühner mit drei bis vier Eiern am Tag. Das reicht für das Frühstücksei, doch zum Backen und kochen, wird es manchmal knapp in der Eierpappe. Abhilfe sollen nun unsere neuen Legehühner schaffen, die wir uns als Küken im Tierhandel gekauft haben und die dann später am Tag ein Ei legen. 5000Gs kostet ein Küken und die Kleinen brauchen viel Liebe und Zuwendung. Von anfänglich zehn Küken leben nach einer Woche noch sieben und die sind wohl auf. Unser Manni hat dabei jetzt den Job als Glucke übernommen und lässt die kleinen Vögelchen nicht mehr aus den Augen.

So weit so gut, bloß für die nötige Wärme, sorgt immer noch eine Wärmelampe, denn es würde mit Sicherheit kein gutes Ende nehmen, wenn Manni sich auf die Küken setzen würde, obwohl bestimmt zwanzig Hühnerchen unter ihm Platz finden würden.

 

Start in die neue Gänsesaison


Das erste Gänseei in diesem Jahr, ist gelegt.

Wie immer im August, beginnen nun unsere Gänse mit dem Eier legen. Wir sind gespannt, wie viele Eier von unseren drei Gänsepärchen, in den Nestern liegen und wie viele Gänseküken am Ende schlüpfen.

 
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Verfasst von - August 15, 2011 in Geflügelzucht

 

unser Gemüsegarten im Winter


Noch haben wir Winter, auch wenn strahlender Sonnenschein und Temperaturen um 30°C, dieses nicht vermuten lassen. In diesem Zusammenhang geht mein tiefstes Mitgefühl nach Deutschland, wo der Sommer eine Pause eingelegt hat und neben den Börsenkursen auch die Temperaturen stürzen.
Anfang Juni haben wir die Winterbestellung für unseren Gemüsegarten gemacht und so sieht er momentan aus.

Ein buntes Durcheinander und neben Kohlrabi, Radischen, Weißkohl und Tomaten, wächst auch Senf, Grünkohl, Blumenkohl und Chinakohl. Geerntet wird auch schon fleißig und Schnittsalat oder Erdbeeren wandern zur weiteren Verarbeitung in die Küche. Für einen deftigen Gemüseeintopf findet man allerlei im Gemüsebeet und unsere paraguayischen Nachbarn, staunen immer wieder über die verschiedenen Gemüsesorten, wie zum Beispiel diese Mairübchen.

Nun muss man aber nicht denken, in Paraguay wächst immer alles und man kann das ganze Jahr ernten. Auch in Paraguay gibt es Bodenfrost und im Gegenzug lässt die heiße Sommersonne, schnell junge Gemüsepflanzen verbrennen. Da muss man experimentieren und probieren und dem Gemüse viel Liebe und Zuneigung schenken, bevor man dann die Erfolge ernten kann. Nach zwei weniger erfolgreichen Gemüsesaisons läuft es in diesem Jahr sehr gut und wenn uns nicht irgendwelche fresslustigen, knabbernden Insekten einen Strich durch die Rechnung machen, wird der Besuch am Gemüsestand im Supermarkt seltener werden.

 
 

normale Lieferschwierigkeiten


Es sind oft die scheinbar kleinen Dinge, die einem in Paraguay zu Bluthochdruck verhelfen.
Für das neu entstehende Badezimmer brauchten wir nur vier, auf ein bestimmtes Maß geschnittene Bretter. Bei einem Tischler fanden wir dann auch das gewünschte Holz und nachdem wir uns über den Preis einig waren und eine Anzahlung gemacht hatten, sicherte er uns für den Folgetag, die auf Maß gesägte Bretter zu.
Da ich mir sicher war, dass sein Zeitplan viel zu eng gesteckt war, gab ich ihm zwei Tage Fertigungszeit dazu und fuhr wieder in die Tischlerwerkstatt. Natürlich waren meine Bretter nicht fertig. Materialengpässe und Regenwetter waren seine Ausreden. Er entschuldigte sich mehrmals und sagte, dass ich mir die Fahrt zu ihm sparen kann und er mir meine Bretter am nächsten Tag nach Hause bringt.
Wieder vergingen drei Tage plus Wochenende, doch kein Tischler klatschte an unserem Tor.
Da die von ihm angegebene Telefonnummer nicht zu erreichen war, machte ich mich also wieder auf den Weg zu ihm. Diesmal fing er mich gleich auf der Strasse ab und erklärte mir, dass sein Personal krank sei und die ANDE an den Stromleitungen bastelt und er seit drei Tagen keinen Strom hat.
OK, letzer Versuch dachte ich und gewährte ihm nochmals drei Tage und wieder sicherte er mir die pünktliche Lieferung ins Haus zu.
Es vergingen wieder fünf Tage und wieder stand das Wochenende vor der Tür. Helmut war nun auch schon etwas böse, denn ohne diese Bretter ging die Baustelle im Badezimmer nicht weiter.
Erneut fuhren wir wieder in die Tischlerwerkstatt und erkundigten uns nach den Brettern. Sie sind fast fertig meinte der Meister und wir können sie gleich mitnehmen. Als ich dann sah, dass seine Arbeiter nun doch tatsächlich anfingen sich an den Zuschnitt unserer Bretter zu machen, keimte Hoffnung in mir auf, doch noch meine Bretter zu bekommen. Das Holz musste nur noch auf Maß geschnitten, gehobelt und geschliffen werden.
Die Mittagssonne brannte und in der Nähe war eine kleine Despensa. Das hieß, kühles lecker Bierchen. Nach zwei dicken Flaschen, rief uns der Tischler. Die Bretter sind schon fertig und auch schon auf der Ladefläche.
Gestern morgen dann wollte ich mich an den Einbau der Bretter machen, doch da machte mir der Tischler abermals einen Strich durch die Rechnung. Kein Brett entsprach annähernd dem gewünschten Maß und von Ebenheit oder gar Winkligkeit war keine Spur.
Ich fuhr also wieder zum Tischler, aber dieses mal zu einem anderen. Und so kurz kann so eine Geschichte sein, denn der sägte mir meine Bretter gleich auf das richtige Maß, hobelte und schliff sie und nach einer halben Stunde konnte ich mit meinen Brettern wieder nach Hause fahren.

Ende gut alles gut, also warum sich aufregen.

 
 
 
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